Freitag, 29. März 2013




Eine gut gekleidete junge Dame in hübschen braunen Stifeletten mit Pfennigabsatz und großer Designertasche betritt das Deutsche Bank Gebäude. Ein altes, majestätisches Haus. Sie läuft aufrecht, schaut sich um und sagt: "Ich liebe Banken. Dieses Flair - da fühlt man sich einfach gut". Sie steuert direkt auf den Schalter zu.

Zur gleichen Zeit betritt ein gut gebauter Mann dieselbe Filiale. Er trägt eine dicke schwarze Daunenjacke, graue Haare und spricht mit hartem, russischen Akzent. Er folgt der Dame als sei er ihr persönlicher Bodyguard. Er schaut sich um und macht es sich in der Lobby bequem.

Die junge Dame, welche sich mehr durch Laute denn mithilfe der deutschen Sprache ausdrückt wird durch eine junge Frau begleitet, deren kreative Lebenseinstellung schon im Auftreten zum Ausdruck kommt. Sie ist groß, selbstbewusst und fröhlich. Gemeinsam stellen sie sich an. Die lettische Dame ärgert sich über die langen Wartezeiten, schreitet zum Schalter und erklärt der Bankangestellten ihr Anliegen. Sogleich wird sie an einen Bankier verwieser, der sich in einem kleinen Besprechungszimmer um sie kümmert. Hände werden geschüttelt und Namen ausgetauscht.


Noch bevor die Lettin ihren Wunsch äußert, geht die Tür auf und der Russe steht im Raum. Er möchte mithören, sagt er. Der Bankier schaut verdutzt und fährt fort. Nachdem er seinen Vortrag beendet hat, schauen alle die Deutsche an. "HÄ?"
Der ganze Zirkus beginnt von neuem. Bankier. Deutsch-Deutsch-Dolmetschen. Hä? Runde um Runde bis alle ganz genau wissen, welche Unterlagen zur Kontoeröffnung benötigt werden.
Der Petersburger Freund will schon fast unterschreiben, da geht die Tür ein weiteres Mal auf. Bob Marleys Freund hat den Weg gefunden und hätte auch gern einen Sitzplatz. Es ist eng. Alle rutschen zusammen. Und nocheinmal: Kontoeröffnung. Unterlagen. Bankier. Fragezeichen. Dolmetschen. Lachen. Hä?

Das ist schon voll langweillig. Der Bulgarier hat's erkannt un weiß sich zu helfen. Er nutzt die Zeit, um sich eine Zigarette zu drehen, ganz ruhig unterm Tisch, damit es nicht so unhöflich ist. Der Bankangestellte glotzt Autos: WER SIND DIESE VIER MENSCHEN??? "Du fängst aber jetzt nicht an hier zu rauchen, oder?" - "Natürlich nicht, ich mach die nur für später schon mal - (vernichtende Blicke der Girls) - ist das verboten in Deutschland?" - "Ich weiß nicht, ob das was sie da reinmachen in Deutschland verboten ist" - Weiter, für ein Konto brauchen Sie....


Montag, 25. März 2013

Größte Herausforderung



Was ist die wohl größte Herausforderung, wenn man ein junges internationales Team zusammen arbeiten und wohnen lässt?
In der Theorie kann man darüber ausgedehnt diskutieren: Verständigung, Zeitmanagement, Arbeitspensum, Gewohnheiten, Kultur, Missverständnisse, Nahrungsvorzüge und so manches mehr.
In der Praxis braucht man nicht lange zu überlegen. Bereits im September war uns klar, dass unsere größte Herausforderung darin besteht unsere Küche der utopischen Fotographie dort unten anzunähern.
















Hin und wieder gelingt es sogar!!!

Mittwoch, 20. März 2013

Chaos

Chaos. Aufräumen. Action. Chaos. Bei uns geht es jeden Tag drunter und drüber. Insbesondere im CheckPoint werden wir als Team sehr herausgefordert. Ständig läuft alles anders als man denkt und der Geräuschpegel ist konstant sehr hoch. Wir geben alles und räumen am Ende dann doch wieder den ganzen Dreck weg. Immer wieder und jeden Tag aufs Neue stehen wir vor diesem bunten und chaotischen Haufen. Wir sind Christen, wir wollen ihnen etwas vermitteln. Unseren Lifestyle. Unser Leben. Und was passiert? CHAOS. Wir verhalten uns nicht so, wie Jesus es uns gezeigt hat. Wir sind stinkfaul und mühen uns Sonntags für 1,5 Stunden Gottesdienst gerade so irgendwie aus dem Bett. Wir sind wie die CheckPoint Kinder nur ein bisschen älter und auf der christlichen Tour unterwegs. Und Gott, unser Leiter? Was macht er? Er gibt noch mehr als alles! Sein Leben, sein Sohn. EVERYTHING. Wir geben unsere Kraft, unsere Zeit und unsere Motivation in den CheckPoint. Gott gibt uns noch viel viel mehr und dabei verhalten wir uns viel viel schlimmer als das anstrengenste Kind! Hey, das ist doch eine Hoffnung! Wir denken, in unserer Arbeit ist Chaos aber wenn wir sehen, was Gott für uns gegeben hat; welchen Einsatz, dann ist unsere Situation voll easy going. Zumal ER uns ja auch noch hilft!

Blicklichter einer Andacht von Kate Ozola

Donnerstag, 14. März 2013

Was geht ab?

Es ist ein wenig ruhig auf diesem Blog. Woran das wohl liegt???
Tja, da gibt es verschiedene Gründe:
DEUTSCHKURS : Neuerdings gibts 3x in der Woche für 4 Stunden Deutschkurs in der VHS plus Hausaufgaben. Haha, nix mehr mit ausschlafen und chillen. Das Deutschbuch ist unser ständiger Begleiter!
INTERNET: Das streikt hin und wieder. Keine Angst, wir sind alle schon seeeeeehr geduldig geworden und kennen die Vorteile eines offline-lifestyle :-)
FAULHEIT: Kennst du das Gefühl: Jetzt müsste ich eigentlich... Ich würde ja, aber.... Ich hab doch gestern erst.... Warum immer ich..... (Trifft übrigens auch beim Abwaschen zu)
ARBEIT: Irgendwann muss man die Dinge auch tun, von denen ich hier berichte... :-)



Damit euch bis zum nächsten Post 
nicht langweillig wird, gibts hier ein Ausmalbild.
Einfach beliebig oft ausdrucken und anmalen.
Im CheckPoint hilft das immer!






 Prinzessinnen Bild von http://www.malvorlagen-bilder.de

Mittwoch, 6. März 2013

IMT at work

Der Februar war sehr ereignisreich für uns und wir haben vor allem in den Ferien und im CheckPoint viel erlebt. Einiges hat sich verändert und wenn man veruchen würde, unseren Job in ein einziges Foto zu packen, würde man kläglich scheitern. Dennoch habe ich dieses wunderbare Foto entdeckt. Nagelneu (Ja, wir in Chemnitz haben noch Schnee trotz der unbeschreiblich guten Wetters) und mitten aus dem Leben.


Sieht gut aus, ne? Das Wetter ist auch einfach megamäßig überragend! Für dich lieber Blogleser bedeutet das: Mach deinen Computer aus, geh nach draußen und genieße das Leben!